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Sabotage bei Ironman?Heikler Vorfall in Hamburg betrifft mindestens 50 Sportler

07.06.2026, 13:28 Uhr
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Mehrere Radfahrer erlitten Defekt beim Ironman in Hamburg. Metallsplitter lagen offenbar auf der Strecke. (Foto: IMAGO/Nordphoto)

Metallsplitter auf der Radstrecke gefährden Triathleten beim Ironman in Hamburg. Starter müssen ihr Rennen mit Raddefekten unterbrechen. Über den Hintergrund will die Polizei nicht spekulieren.

Beim Ironman in Hamburg ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Auf einem Teilabschnitt der Radstrecke lagen mehrere Metallsplitter auf dem Asphalt. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um millimetergroße Kleinstteile. "Wie die Metallspäne da hingekommen sind, wissen wir nicht", sagte ein Polizeisprecher der "Bild".

Etwa 50 Teilnehmer seien durch Raddefekte gestoppt worden, hieß es von der Polizei. In anderen Medien werden sogar über 100 mögliche Betroffene genannt. Einige Sportler sollen sich auch Verletzungen durch die kleinen Teile zugezogen haben. Bestätigt ist dies noch nicht.

Nach Medienberichten mussten sogar bis zu 150 Triathleten ihr Rennen unterbrechen. Das Profifeld war nicht betroffen. Im Rahmen des Ironman wird der EM-Titel bei den Frauen vergeben. Über die Hintergründe wollte der Polizei-Mitarbeiter nichts sagen. Mutmaßungen in manchen Medien, es handele sich um einen Anschlag, nannte er "Spekulation".

"Die Atmosphäre war großartig"

Um die Radstrecke hatte es in Bergedorf und Kirchwerder schon im Vorfeld Diskussionen gegeben. Nachdem bei der Männer-EM vor drei Jahren der Fahrer eines Begleitmotorrades nach einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Radfahrer verstorben war, war die Passage in den Vier- und Marschlanden aus Sicherheitsgründen verändert worden. Aufgrund von Anwohnerbeschwerden wegen der starken Verkehrseinschränkungen führt ein Teilstück am Deich nun aber wieder in beide Richtungen.

Die deutsche Triathletin Laura Philipp hat derweil trotz einer starken Aufholjagd die erfolgreiche Titelverteidigung verpasst. Die 39-Jährige aus Heidelberg, die in der Vorbereitung mit gesundheitlichen Problemen gekämpft hatte, belegte beim Sieg der Weltmeisterin Solveig Lövseth aus Norwegen mit 1:18 Minuten Rückstand den zweiten Platz und erreichte damit frühzeitig ein wichtiges Ziel: In Hamburg wurden sechs Startplätze für den Saisonhöhepunkt, die Ironman-WM am 10. Oktober auf Hawaii, vergeben.

"Es war sehr hart da draußen, ich bin fast vom Fahrrad gefallen", sagte Philipp im Ziel: "Aber ich habe mein Bestes gegeben. Die Atmosphäre war großartig. Ich glaube, dass mir das Selbstvertrauen geben wird." Als Teil des Profifeldes hatte Philipp nichts mit der Defektwelle zu tun.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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